Tennisclub Pulsnitz e.V.

Historie des Vereins

Nach uns bekannten Hinweisen spielt man etwa seit 1920 in Pulsnitz Tennis. Erst jüngst erreichte uns aus Hamburg von einem aufmerksamen Trödelmarktbesucher ein silberner Pokal mit der Aufschrift „Dem Pulsnitzer Tennissieger 1927“.Wer sich wohl als Sieger hier verbürgt, ist unbekannt.

Zu den Anfängen in Pulsnitz haben beigetragen: Dr. Rudolph Schröpfer, Frau Ida Hauffe, Rudi Zimmer, Frl. Lieselotte Rodi Frau Gertrud Borsche. Gespielt wurde auf der Anlage Lessingstraße /Ecke Siegesbergstraße (also wie heute) bestehend aus zwei Tennisfeldern. Leider ist aus dieser Zeit nichts Weiteres bekannt.

Nach 1945 diente dieser Tennisplatz zur Kohlenablagerung für das E-Kraftwerk. Als Interimslösung entstand auf dem Schützenplan ein Tennisfeld. Wettkämpfe fanden hier nicht statt. Lediglich für den Freizeitsport diente diese Anlage für den damaligen Tennisclub Empor Pulsnitz. 1958 konnte man auf die Anlage Lessingstraße zurückziehen. Mit dem Sektionsleiter Dietmar Kühne begann der Tennissport für die ZSG Pulsnitz einen neuen Anfang. Zu den erfahren Spielern, wie zum Beispiel Rudi Zimmer, Manfred Steglich, Fritz Wüstling, Bobby Jenatschek, Lothar Seifert, Horst Pfützner, Walter Hörnig gesellten sich jugendliche Spieler. Aber der Zustand der Anlage war derart beklagenswert, daß die Spieler sich zur totalen Sanierung entschlossen. Mit finanziellen Mitteln des Rates der Stadt Pulsnitz und der SG „Bandtex Pulsnitz“ gelang es, das Material mühevoll heranzuholen, zwei Spielfelder neu aufzubauen und ein Tennishäuschen mit Umkleide- und Sanitäreinrichtungen zu erbauen. Rechtzeitig zum Heimatfest 1975 wurde die Anlage in Betrieb genommen und endlich konnte in Pulsnitz ordentlich Tennis gespielt werden. Zu den Spielern damals gehörten: Friedrich Schubert, Heinz Frömmel, Wolfram Lunze, Thomas Lindenkreuz, Heiko Zimmer, Dietmar Kühne, Jochen Schulz, Eberhart Scheibe, Rolf Röder, u a.

Unter der Leitung von Jochen Schulz entwickelte sich der Tennisclub in den 70iger und 80iger Jahren zu einer starken Sektion der SG Bandtex Pulsnitz. Zwei Männermannschaften und eine Damenmannschaft gehörten zunächst zu dem Leistungsträgern der Sektion. Zu „DDR-Zeiten“ gehörte der Tennissport leider zu den weniger förderfähigen Sportarten. Das erklärt auch die Tatsache, daß nur Pulsnitz über eine Tennisanlage in den Kreisen Bischofswerda und Kamenz verfügte. Mit der Wende vollzog sich auch für den Tennis eine grundlegende Veränderung. Der Verein entschloß sich zur Gründung des „Tennisclub Pulsnitz e.V.“ und vereinbarte mit der Stadtverwaltung die Eigenverwaltung der Tennisplatzanlage. Im Herbst 1992 erfolgten der Umbau und die Erweiterung der Anlage. Jetzt präsentiert sich der Tennisplatz zur Freude aller Tennisspieler als eine moderne 4-Feld- Wettkampfstätte mit zeitgemäßen sanitären Einrichtungen.

Einen bemerkenswerten Erfolg in der Vereinsgeschichte des TC erlangte Walter Hörnig (Kamenz) mit der 1957 gewonnenen Sachsenjugendmeisterschaft. Friedrich Schubert und Thomas Lindenkreuz waren die spielstarken Persönlichkeiten der 70iger und 80iger Jahre. In den Jahren des Neuaufbaues nach 1990 hat die konsequente Ausbildung der Kinder und Jugendliche das spielerische Niveau des Clubs entscheidend vorangebracht.

Heute bietet unsere Tennisanlage nicht nur Freizeit- und Wettkampfsportlern eine ideale Sportstätte sondern steht auch im Rahmen einer Partnerschaft den Patienten der Schwedensteinklinik im Rahmen einer Partnerschaft zur Verfügung.

Ein absoluter sportlicher Höhepunkt der Vereinsgeschichte gestaltete sich 2009- Die Ü 40 Herren spielte nach dem Gewinn der Sachsenmeisterschaft im Vorjahr dann Bundes-Regional- Liga Ost. Hochklassiger Tennis boten die Heimspiele gegen LTTC Rot-Weiß Berlin, Bad Weißer Hirsch Dresden und SV Zehlendorfer Wespen Berlin. Die Pulsnitzer Mannschaft spielte mit: Artur Kurasz (polnischer Ü40- Meister), Kretschmann (Gastspieler NRW), Jürgen Glotzbücher(Pulsnitz), Ludwig(Pirna), Streiter(Görlitz), Haufe und Kästner (beide Pulsnitz). Weitere Gegner der Auswärtsspiele waren: TC- Weiße Bären Wannensee Berlin, TK Blau-Gold Steglitz Berlin und TC-Sandanger Halle. Gegen diese Mannschaft wurde der einzige aber beachtliche Sieg mit 6:3 eingefahren.

Der TC-Pulsnitz konnte sich diesen „Spiel-Luxus“ nur ein Jahr leisten. Der frühzeitig zu erkennende Abstieg der Mannschaft führte danach auch zur Auflösung.

Für 2018 haben es die Damen der Ü 40 zum Aufstieg in die Oberliga gebracht. Es ist nach dem Regionalliga-Ausflug die höchste bespielte Klasse des Vereins.